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Mailingliste IPPNW Deutschland
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IPPNW-Hamburg Treffen Unsere Treffen 2010 sind
mittwochs jeweils um 19 Uhr am 14. Juli,
11. August, 8. September, 13.
Oktober, 10. November, 8. Dezember im Haus der Ärztekammer Hamburg,
Humboldtstraße 56, 22083 Hamburg) herbert.richter-peill (at)
gmx.de Was
war Schöne neue Welt ? Die elektronische Gesundheitskarte oder das Ende der Privatsphäre Kommt die e- Card nach der Wahl? Und wenn, wie, warum, und in welcher „Form“? Wir diskutieren - auch mit Ihnen - welche Bedeutung dieses Großprojekt für das Arztgeheimnis und die Bürgerrechte haben wird. Vortrags und Diskussionsveranstaltung Datum: Samstag, 12. Dezember 2009 Zeit: 11.00 bis 16.00 UhrOrt: Ärztehaus, Humboldtstraße 56, 22083 HamburgAuf dem Podium: Dr. phil. Oliver Decker, Abt. für Medizinische Psychologie und Soziologie der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig Alles
auf
eine
Karte
setzen
–
elektronisches
Regieren
und
die e-
Card Prof. Dr. Hartmut Pohl, Sprecher des Präsidiumsarbeitskreises Datenschutz und IT Sicherheit der Gesellschaft für Informatik (GI) Die Unsicherheit der „ elektronischen Gesundheitskarte “- Sicherheitsanforderungen an das digitale Gesundheitswesen Prof. Harald Schweim, Professor für Drug Regulatory Affairs der Universität Bonn, vormaliger Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und Leiter des DIMDI Instituts Dr. med. Silke Lüder, Aktion Stoppt- die- e- Card Kai-Uwe Steffens, Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Dr. Klaus Günterberg, BerlinModeration: Prof. em. Dr. med. Winfried Kahlke, Universität Hamburg Veranstalter: Aktion „Stoppt die e- Card“, IPPNW Hamburg, Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Hamburg, Freie Ärzteschaft -------------------------------------------------------------------------------------------------
"9/11 time for a second look"Vortragsveranstaltung Beginn: 09.05.2009 15:00 Professor Griffin’s Vortrag bietet seinem Publikum eine
hervorragende Gelegenheit, mehr über die grundlegenden Fragen rund um
den 11. September zu erfahren. Die weltweite Bewegung “9/11 Truth
Movement” entstand als Graswurzelbewegung an vielen unabhängigen Orten
und hat sich mittlerweile zu einer starken Gemeinschaft entwickelt. Die
Bewegung enthält viele Einzelorganisationen wie die Pilots for 9/11
Truth, Firefighters for 9/11 Truth, Lawyers for 9/11 Truth, Architects
and Engineers for 9/11 Truth, Medical Professionals for 9/11 Truth,
Political Leaders for 9/11 Truth, Religious Leaders for 9/11 Truth,
Veterans for 9/11 Truth sowie die Scholars for 9/11 Truth and Justice
(eine Gruppe, die eine beträchtliche Anzahl prominenter Wissenschaftler
enthält). Viele frühere Geheimdienstmitarbeiter unterstützen die Bewegung ebenfalls und haben zu der stetig wachsenden Anzahl von Beweisen beigetragen, die weit über jeden begründeten Zweifel hinaus zeigen, dass die Erklärungen der Ereignisse, wie sie von der Bush-Cheney-Regierung geboten werden, schlichtweg als falsch widerlegbar sind. Eintritt: 10 Euro Dozent Veranstaltungen in den letzten Jahren E-Health Fluch oder Segen für Patienten und Ärzte? Sind wir noch Menschen oder Krankheitsrisikoträger? 6. Dezember 2008 11 – 13 Uhr Ärztehaus Hamburg, Humboldtraße 56 22083 Hamburg Vorträge und Diskussionen zu folgenden Themen:
Als Referentin begrüßen wir u.a. die Tübinger Ärztin Dr. Susanne Blessing, Kritikerin der e-Patientenakte in Baden-Württemberg und anderswo. Für die Aktion „Stoppt-die-eCard“: Dr. med. Silke Lüder Dr. med. Manfred Lotze Anmeldungen bitte bei Frau Schaller im Büro der Aktion „Stoppt die e-Card“ Bergstr.
14 1.3.2008
Protokolle der Treffen der Regionalgruppe IPPNW-Hamburg und die Presseschau zu IPPNW Themen seit Februar 1997 bei Yahoo! Group „IPPNW-Hamburg“ 19.3.2007 Die seit Februar 1997 geführte
Presseschau zu IPPNW Themen ist von der Site
http://www.ippnw-hamburg.de genommen. Die Presseschau ist nur noch über
die Yahoo
Group IPPNW-Hamburg zu lesen. 20.2.2007 Ärztehaus Hamburg Resolution Die ca. 100 Teilnehmer der Veranstaltung zum Thema „Elektronische Gesundheitskarte-Fluch oder Segen“ am 20.2.2007 im Ärztehaus Hamburg, veranstaltet von der IPPNW-Hamburg und unterstützt von der Hamburger Ärzteopposition, dem Hausärzteverband Hamburg, der Freien Ärzteschaft Hamburg und dem Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V. stellen mit einer Gegenstimme und 8 Enthaltungen fest: Wir lehnen die Einführung der geplanten „elektronischen Gesundheitskarte“ ab Es wird fälschlicherweise versprochen, dass die elektronische Gesundheitskarte (eGK) das Gesundheitswesen billiger und besser machen soll. Angeblich sollen das Selbstbestimmungsrecht der Patienten und die Behandlungmöglichkeiten für uns Ärzte verbessert werden.. Wir stellen dazu fest: Das Arzt Patienten-Verhältnis wird durch die Speicherung sensibler Patientendaten in zentralen Servern schwer beschädigt oder sogar zerstört. Die Bevölkerung wird mit Hilfe des elektronischen Rezeptes in Risikoklassen eingeteilt, die den Patienten, ihren Kindern und Kindeskindern lebenslang anhaften werden. Der Zugriff auf Daten für unbefugte Dritte und der Datenmissbrauch sind vorprogrammiert. Einen medizinischen Nutzen gibt es nicht. Die Kosten dieser milliardenschweren Entwicklung in Richtung einer Überwachungsgesellschaft sollen auf Patienten und Ärzte abgewälzt werden. Deshalb lehnen wir die Einführung der,, Gesundheitskarte“ und die Beteiligung an jeglichen Feldversuchen dazu ab und fordern unsere jeweiligen kassenärztlichen Vereinigungen und Ärztekammern auf, die weitere Mitarbeit an diesem Projekt aufzukündigen. Stattdessen ist es dringend geboten, dass die KVHH und Ärztekammer Hamburg auf den nächstfolgenden Vertreterversammlungen eine Abstimmung durchführen, um gegen diese staatlich verordnete Bedrohung eines unabhängigen Arzt-Patienten-Verhältnisses zu protestieren. Dr. med. Silke Lüder, Dr. med. Herbert Richter-Peill, Dr. med.Manfred Lotze, Hebbelstraße 8, 22085 Hamburg, manfred.lotze@web.de, Fon 040221704, Fax 04022695402 Hamburg, den 20.2.2007
Veranstaltung am 20.2.2007 Elektronische Gesundheitskarte-Fluch oder Segen? Medizin in Zeiten von e-Health und Gesundheitsmarkt Veranstaltung über ärztliches Selbstverständnis unter den Bedingungen von elektronischer Gesundheitskarte und e-Health. Haben Ärzte und Patienten noch eine Chance im Gesundheitswesen? Ort: Ärztehaus Hamburg Humboldtstr.56 Zeit: Dienstag 20.2.2007 19.30 Uhr Referenten PD Dr. Hagen Kühn ( Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Berlin ) Dr. med. Silke Lüder (Ärztin für Allgemeinmedizin Hamburg) Wolfgang Linder (Jurist, langjähriger Datenschutzreferent in Bremen) Dr. med. Frank Ulrich Montgomery (Präsident der Ärztekammer Hamburg) Moderation: Prof. em. Dr. med. Winfried Kahlke Veranstalter: IPPNW Hamburg Unterstützt von: Hamburger Ärzteopposition Hausärzteverband Hamburg Freie Ärzteschaft Hamburg Komitee für Grundrechte und Demokratie Dr.med. Manfred Lotze IPPNW Hamburg (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges-Ärzte in sozialer Verantwortung) Hebbelstraße 8, 22085 Hamburg Anmeldung erbeten (aber keine Bedingung): Bitte Mail senden an: vorstand@aekhh.de Wir lehnen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte ab (November 2006) Elmshorn 31.8.06
Dr. Manfred Lotze, IPPNW-Hamburg "Für eine atomwaffenfreie Welt bis 2020"
IPPNW-Regionalgruppe Hamburg Dr. med. Dorothea Wagner-Kolb Dr. med. Manfred Lotze Hebbelstr. 8, 22085 Hamburg Email: Manfred.Lotze@web.de 21. November 2005
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,
am 10. Dezember dieses Jahres jährt sich zum 20. Mal die Verleihung des Friedensnobelpreises an die IPPNW. Dies ist für uns ein willkommener Anlass, die Geschichte und die Ziele unserer IPPNW einer größeren Öffentlichkeit nahe zu bringen. Wir laden Sie herzlich einzu Vortrag, Diskussion und Begegnung am Freitag, den 9. Dezember 2005 um 19:30 Uhr in
den
Hörsaal
„HS
B“
des
Hauptgebäudes
der
Universität
Hamburg,
Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter Perspektiven der ärztlichen Friedensbewegung in einer globalisierten Welt
Anschließend kurze Vorstellung von laufenden IPPNW-Aktivitäten, z.B. internationales IPPNW-Studierendenprojekt für eine Zukunft ohne Atomwaffen, IPPNW-Famulaturen im Ausland, sowie Eindrücke einer Delegationsreise nach Nordkorea. Peter Riedesser stellt Überlegungen für eine IPPNW-Akademie vor. Abschließend Gespräch bei Wein und Brezel.
Wir freuen uns auf Sie.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Dorothea Wagner-Kolb Dr. Manfred Lotze für die IPPNW-Regionalgruppe Hamburg
12. November 2005 von 14 - 18 Uhr Das 3. Regiotreffen IPPNW Nord wird am Samstag, den in der Werkstatt 3 im Nernstweg stattfinden. Manfred hat schon viel vorbereitet. Es wird um Atomenergienutzung als Risikoenergienutzung gehen. Wie werden die Weichen nach der Wahl am 18. 9. gestellt? August 2005 5. 8. Teilnahme an der Gedenkfeier 60 Jahre Atombombenabwurf auf Hiroshima/Nagasaki am Kriegsklotz (Dammtor) in Hamburg Juni 2005 Treffen der IPPNW-Regionalgruppe Hamburg mit dem Vorstand der Hamburger Gruppe der Palästinensischen Ärzte- und Apothekervereinigung Deutschland am 8.6.05, 20 Uhr im Ärztehaus Hamburg Juli 2004 Wir wollen mit den IPPNW Themen „Atombombe – Atomkraftwerk, die unheilige Allianz“, „Friedensarbeit aus ärztlicher Sicht“ und „Überlegungen zur Globalisierung aus ethischer Sicht“ in Hamburger Schulen gehen und unsere Mitarbeit im Rahmen von Unterrichtsprojekten anbieten. Die Hamburger Schulen wurden von Manfred Lotze angeschrieben. Diese Arbeit hatten wir in den 80er Jahren mehrfach mit guter Resonanz durchgeführt. Juli 2004 Aktuelle und frühere Protokolle der Treffen der Regionalgruppe IPPNW-Hamburg nur noch bei Yahoo Groups „IPPNW-Hamburg“ einzusehen. Mittwoch, 16. Mai 2001Professor Günther Altner"Schöpfungsverantwortung und Energiepolitik, die Konsequenzen aus Tschernobyl"20 Uhr in der Philemon Kirche Hamburg-Hummelsbüttel, Poppenbüttlerer Weg Ecke Tegelsbarg.Eine Veranstaltung der IPPNW-Hamburg und der Philemon GemeindeHaftpflichtversicherung für deutsche Atomkraftwerke Mai 2000 Bremer Erklärung zum Strahlenschutz Juni 2000 Juni 2000 Medizin und Gewissen Mai 2001 Ärzteorganisation begrüßt Abrüstungsprogramm Januar 2000 Ärzte fordern sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie Januar 2000 Ärzte starten Kampagne gegen US-RaketenabwehrsystemÄrzte starten Kampagne gegen US-RaketenabwehrsystemBerlin, den 7. Juli 2000: Anläßlich des für heute Nacht geplanten 3. Tests eines US-Raketenabwehrsystems in Vandenberg, USA, warnen die "Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)" vor einer neuen atomaren Rüstungsspirale. Die IPPNW kündigt zudem eine neue globale Kampagne der internationalen Förderation gegen das geplante Waffen-System an. Dies wurde auf dem IPPNW-Weltkongress diese Woche in Paris beschlossen. Die IPPNW warnt vor einer Rüstungsspirale in Asien, wo China bereits ankündigte, im Falle eines Baus eines solchen Raketensystem ihr Atomwaffen-Arsenal aufzustocken. Als Konsequenz werden Indien und Pakistan möglicherweise weiter aufrüsten. Auch in Europa bedrohen die US-Pläne die Sicherheit. Russland koppelt alle bisherigen Abrüstungsverträge mit den USA an den Verzicht auf eine Raketenabwehr, wie im Raketenabwehrvertrag 1972 bereits beschlossen. Die weltweite Ärzteföderation, die 1985 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, beschloss auf ihrem 14. Weltkongress in Paris, sich verstärkt gegen die neue Bedrohung einer atomaren Aufrüstung durch das US-Raketenabwehrsystem einzusetzen. IPPNW startet eine globale Kampagne, um die US-Regierung umzustimmen. Die IPPNW-Ärzte wollen politische und militärische Entscheidungsträger in allen europäischen NATO-Ländern, den Atomwaffenstaaten und in den USA durch persönliche Gespräche davon überzeugen, warum ein solches System die Stabilität des jetzigen Rüstungskontrollsystem gefährdet und nicht zur Weltsicherheit beiträgt. IPPNW wird besonders auf die Kosten hinweisen, die für Gesundheits- und Sozialprogramme in den USA dringend nötig wären. Die Raketenabwehr wird ca. 60 Millarden US Dollar kosten. Die IPPNW hat die Öffentlichkeit in den 80er Jahren vor den medizinischen Auswirkungen eines Atomkrieges gewarnt und für das medizinische Prinzip der Vorbeugung als die einzige Antwort auf die "atomare Krankheit" geworben, da es bei Atomkrieg keine Heilung geben kann. Lars Pohlmeier, Sprecher der IPPNW: "Wir müssen jetzt einer Wiederaufrüstung vorbeugen, um einen Atomkrieg in der Zukunft zu verhindern. Der einzige Weg zur echten Sicherheit ist durch die kontrollierte Abrüstung". Die deutsche Sektion der IPPNW begrüßt eine Erklärung von 50. Nobelpreisträgern gegen das US-Raketenabwehrsystems. Weitere Informationen: Xanthe Hall/Lars Pohlmeier 030/693 0244 "Sofort volle Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke" Dr. med. Rainer Stephan, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/ Ärzte in Sozialer Verantwortung (IPPNW) Redebeitrag anlässlich des Deutschen Katholikentages in Hamburg auf der Pressekonferenz am 30.Mai 2000 zur bundesweiten Unterschriftenaktion "Sofort volle Haftpflichtversicherung für die deutschen Atomkraftwerke" Sehr geehrte Damen und Herren, der deutsche Katholikentag findet diesmal in Hamburg statt und beschäftigt sich u.a. mit der Gefährdung der Schöpfung. Dies gibt uns Gelegenheit, auf die Gefährdung Hamburgs hinzuweisen durch die in seiner Umgebung stehenden 4 Atomkraftwerke Krümmel, Stade, Brokdorf und Brunsbüttel. Die deutschen AKW sind für Schäden, die sie verursachen, nur bis zu einer Milliarde DM abgesichert. Es ist inzwischen Allgemeinwissen, dass der Betrieb auch deutscher AKW ein großes Gefährdungspotential bedeutet. Bereits die 1989 im Auftrage der deutschen Bundesregierung von der Gesellschaft für Reaktorsicherheit erstellten Studie "Deutsche Risikostudie Kernkraftwerke Phase B" hat ergeben, dass in der überwiegenden Zahl von AKW-Unfällen mit Kernschmelze innerhalb weniger Stunden mit massiven Radioaktivitätsfreisetzungen zu rechnen ist. Nach Schätzungen der Gesellschaft für Reaktorsicherheit wird für Deutschland auf 30.000 AKW-Betriebsjahre mit einem Super-GAU gerechnet. Bei 19 deutschen Atomkraftwerken mit einer vorgesehenen 30-jährigen Laufzeit liegt also die Wahrscheinlichkeit bei 2%, dass es zu einem Unfall kommt, der die Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl übertreffen würde. Erheblich verstrahlt wurde durch die Tschernobyl-Katastrophe ein Gebiet, das größer ist als das Gebiet der ehemaligen DDR, und etwa dreimal so groß ist wie das der Schweiz. Aufgrund einer anderen Technik der deutschen AKWs wäre bei uns das verstrahlte Gebiet zwar kleiner, aber die Verstrahlung würde viel intensiver ausfallen. Die Fläche dauerhafter Evakuierung kann 10.000 qkm umfassen entsprechend der Hälfte der Fläche des Landes Hessen. Durch Tschernobyl verloren über 500.000 Menschen ihr Zuhause. Wegen der dichten Besiedlung bei uns müssten in Deutschland einige Millionen umgesiedelt werden. Wohin? Inzwischen ist es in Weißrußland zu einem extremen Anstieg von Schilddrüsenkarzinomen nicht nur bei Kindern ( auf mehr als das Hundertfache) gekommen, sondern auch bei Erwachsenen und zwar auf mehr als das Sechsfache im Vergleich zum 10-Jahres-Mittelwert vor 1986 . Nach dem jüngsten Bericht der UN über die Tschernobyl-Folgen ist die radioaktive Belastung nach dem 26.April 1986 mindestens 100 fach höher gewesen, als die Strahlung nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki 1945. Dies ist eine der Ursachen dafür, dass in den ersten 10 Jahren nach der Katastrophe allein in Weißrußland viel mehr Schilddrüsenkrebsfälle aufgetreten sind als in den vergangenen 55 Jahren nach den Atombombenabwürfen in Japan. Bei der Risikoberechnung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Super-GAU für die Bundesrepublik in Höhe von 2 % wurde nur technisches Versagen der deutschen AKW-Technik berücksichtigt. Menschliches Fehlverhalten, das die wesentliche Ursache der Tschernobyl-Katastrophe war, ist in der Berechnung der Gesellschaft für Reaktorsicherheit noch nicht einmal enthalten. Erinnern wir uns: - Am 17.Dez.1987 hat ein schwerer Störfall im AKW-Biblis A bei Frankfurt durch ein offenstehendes Ventil beinahe die Kernschmelze ausgelöst. Das Ereignis wurde von Behörden und Betreibern seinerzeit über mehr als 1 Jahr lang verheimlicht. 1993 wurden im AKW-Brunsbüttel ca. 130 betriebsbedingte Risse von z.T. sicherheitsrelevanten Rohrleitungen festgestellt. Einige der Risse hatten schon 80 % der Rohrwandungen durchdrungen. Allein in den letzten 10 Jahren wurden aus deutschen Atomanlagen über 2000 "meldepflichtige" Vorkommnisse (Störfälle) bekannt. Gemäß einem für die Hamburger Umweltbehörde 1992 vom Ökoinstitut Darmstadt erstellten Gutachten würden im Fall einer Hochdruck-Kernschmelze im AKW-Krümmel bis zu mehr als 100.000 Hamburger Bürger an den Spätfolgen der Radioaktivität sterben. Im Oktober letzten Jahres hat noch einmal der Umweltsenator der Freien und Hansestadt Hamburg, Alexander Porschke, bestätigt, dass mehr als die Hälfte der Stadt länger als 50 Jahre unbenutzbar wäre und dass kurz nach der Katastrophe allein aus Hamburg mehr als 1 Million Bürger zu evakuieren wären. Ein AKW-Unfall mit massivem Radioaktivitätsaustritt verursacht unvorstellbar hohe Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden. Nach einer Studie der renommierten Prognos-AG , erstellt noch für das damals CDU-geführte Bundeswirtschaftministerium, betragen die Schäden mehr als 10.000 Mrd. DM, also 10 Billionen DM. Das sind etwa 15 mal der Bundeshaushalt. Die staatlichen Ressourcen wären hoffnungslos überfordert, auch für die notwendigen medizinischen Behandlungen. Aber die von den deutschen AKW ausgehenden Gefahren für Leben, Gesundheit, Sachgüter und Vermögen sind derzeit entsprechend dem Atomgesetz nur mit einer einzigen Milliarde DM abgedeckt, also nur mit 0,01 % der möglichen Schadenssumme. Die Betreiber tragen davon sogar nur 500 Millionen. Die restlichen 500 Millionen übernimmt der Staat, also der Steuerzahler. Von jedem Autofahrer wird eine schadendeckende Versicherungssumme verlangt. Jeder Fabrikbesitzer und auch jeder Windkraftanlagenbetreiber muß nachweisen, dass er mögliche Schäden voll versichert hat. Mit welcher Berechtigung sind die Betreiber von Atomkraftwerken von der angemessenen Haftungsvorsorge für mögliche Schäden ihrer gewinnträchtigen Unternehmen freigestellt ? Beim derzeitigen Stand der Risikovorsorge werden Millionen von Geschädigten auf den materiellen Schäden sitzenbleiben, also de facto enteignet werden, zusätzlich zu schwerer Krankheit und auch Tod. Gegen die von den Atomkraftwerken ausgehenden Gefahren kann sich der einzelne Bürger nicht versichern. Werfen Sie mal einen Blick z.B. in Ihre Wohngebäude-, Hausrats- oder sogar Reiseversicherungen: alle Versicherungsgesellschaften schließen nicht nur Schäden durch Kriegsereignisse, innere Unruhen oder Erdbeben aus, sondern grundsätzlich auch Schäden durch Kernenergie. Die Versicherungen verweisen darauf, dass die Kraftwerksbetreiber nach dem Atomgesetz zur Deckungsvorsorge verpflichtet sind und dafür ja Haftpflichtversicherungen abschließen. ( Deckungssume lächerliche 500 Millionen DM !!) Die gewinnträchtigen Atomkraftwerke im Besitz von wenigen hundert Anteilseignern werden in Deutschland hinsichtlich von Schadensereignissen rechtmäßig de facto auf die Stufe der "höheren Gewalt" gestellt. Nach Art.2 Abs.2 GG hat die deutsche Bevölkerung Anspruch auf Erfüllung des Grundrechtes auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Der Art. 14 GG schützt das Eigentum. Aber er kann doch nicht nur die Eigentumsposition der wenigen hundert Anteilseigner von Atomkraftwerken schützen, sondern auch die der Millionen von Bürgen, die zu Schaden kommen können. Wer in einem Evakuierungsgebiet eine Wohnung oder ein Haus, Grund und Boden oder einen Betrieb besitzt, kann nach einer Atomkatastrophe nicht mit einer Entschädigung rechnen. Er wird sein gesamtes Eigentum verloren haben. Nach der Bundesärzteordnung und den Regeln der Berufsordnungen soll der Arzt der Gesundheit des einzelnen Menschen und der gesamten Bevölkerung dienen. Daher verlangt die Ärzteorganisation IPPNW eine gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung für den Betrieb von Atomkraftwerken, die alle mit dieser Technologie verbundenen Gesundheits- und Lebensrisiken abdeckt. Unter der Trägerschaft der Ärzteorganisation IPPNW ist deshalb zusammen mit der Neuen Richtervereinigung NRV und dem Bund Naturschutz in Bayern und dem BUND eine bundesdeutsche Unterschriftenaktion gestartet worden. Aufgefordert werden der Bundestag und die Bundesregierung als Risikovorsorge für den Betrieb von Atomkraftwerken eine Betriebshaftpflichversicherung mit ausreichender Deckung für alle Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden vorzuschreiben. Mehrere Verbände aus dem bürgerlich konservativen Lager haben die Absicht erklärt, sich an der Aktion zu beteiligen. Auch Gruppen aus der katholischen und evangelischen Kirche werden sie aktiv unterstützen. Die IPPNW ruft alle Ärztinnen und Ärzte in Deutschland auf, sich im Rahmen ihrer beruflichen Funktion für die Unterschriftenkampagne einzusetzen und mit dieser Forderung für die Gesundheitsinteressen der Bevölkerung aktiv zu werden. Die Initiatoren erwarten für die Unterschriftenaktion eine breite Resonanz in allen Bevölkerungskreisen. In unserer Pressemappe finden Sie unsere zentralen Aktionsmaterialien. Die Unterschriftenliste wird in den kommenden Monaten hunderttausendfach Verbreitung finden. Weitere Informationen stehen Ihnen im Internet unter. http://www.atomhaftpflicht.de www.atomhaftpflicht.de Unterschriften können auch online geleistet werden. Das Gästebuch der homepage ist schon jetzt sehenswert. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Dr.med.Rainer Stephan, Ltd. Medizinaldirektor Kattenkuhl 27, 25524 Oelixdorf, Tel/ Fax: 04821- 9 12 15, Dr.Rainer.Stephan @t-online.de Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/ Ärzte in Sozialer Verantwortung (IPPNW) Bremer Erklärung zum Strahlenschutz Juni 20001. Heute ist sicher, dass die
Strahlenschutzverordnung der Bundesrepublik Deutschland seit
Jahrzehnten ein drastisch unterschätztes Strahlenrisiko zur Grundlage
hat. Bereits in der Diskussion um die Novellierung der
Strahlenschutzverordnung 1989 wies ein hochrangiger
Strahlenschutzberater der Regierung darauf hin, dass aus mehreren
Gründen der Grenzwert für beruflich strahlenexponierte Personen um
einen Faktor fünf bis sechs auf 10 Millisievert pro Jahr gesenkt werden
müsste . 2. In dem vorgelegten Entwurf der
Strahlenschutzverordnung 2000 werden erstmalig die Grenzwerte verändert. Personen soll von 50 auf 20
Millisievert pro Jahr gesenkt werden. Auf den ersten Blick mag das als
Verbesserung gelten. Gemessen daran, dass seit weit über zehn Jahren
als "Stand der Wissenschaft" ein mehr als zehnfach unterschätztes
Strahlenrisiko unstrittig ist, bedeutet die vorgeschlagene Senkung um
nur den Faktor 2,5 erneut eine Missachtung der bestehenden
Erkenntnisse, vor allem aber eine Mißachtung des grundgesetzlich
garantierten Rechtes "auf Leben und körperliche Unversehrtheit". 3. Die Fehleinschätzung des Risikos
durch eine industriefreundliche Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in
Ost und West hat dazu beigetragen, dass es in der Bundesrepublik
Deutschland heute mehr als 30.000 anerkannte Fälle von
Berufskrankheiten gibt, die durch Arbeiten im Bereich der Atomindustrie
unter mangelhaften Schutzbestimmungen und Schutzmaßnahmen hervorgerufen
wurden. In der Praxis kann insbesondere das Verfahren der Anerkennung
von strahlenbedingten Berufskrankheiten nur als zynisch und
menschenverachtend eingeschätzt werden. 4. Mit der näherrückenden Stillegung
von kerntechnischen Anlagen und ihrem Abriss kommen auf die Betreiber
Kosten zu. Es ist unverständlich, dass erst jetzt im Detail
Festlegungen zum Umgang mit dem anfallenden Atommüll getroffen werden.
Es überrascht nicht, dass die Betreiber auf Regelungen drängen, die
eine billige Entsorgung des kontaminierten Mülls ermöglichen. 5. Wir gehen nicht davon aus, dass
eine neue Regierung mit einem Schritt alle Fehler der Vergangenheit
korrigieren, die Interessen der Bürger wahrnehmen und dabei die
Interessen der Atomindustrie vollständig ignorieren könnte. 6. Wir gehen bei unserer Einschätzung zur Situation der Bevölkerung und der Arbeitnehmer von den gesundheitlichen Folgen der Strahlenbelastung aus. Die sich auf diesem Wege ergebenden Schlußfolgerungen sind sehr weitgehend und unbequem. Wir sind bereit, an der Gestaltung der Strahlenschutzverordnung mitzuarbeiten. Bremen, 9./10. Juni 2000 "Strahlenschutz nach der
Jahrtausendwende" Ärzteorganisation begrüßt Abrüstungsprogramm Berlin, den 22.05.00: In einem dramatischen Ende der Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages (NPT=Non-Proliferation Treaty), die seit dem 24. April in New York vier Wochen tagte, einigten sich die 187 Unterzeichnerstaaten auf ein Aktionsprogramm für eine atomare Abrüstung. Der Vorsitzende hielt die Uhr am 19. Mai um fünf vor Mitternacht an, um für weitere 19 Stunden über die offizielle Zeit hinaus zu verhandeln. Es hat sich gelohnt. Um 19:19 Uhr (EST) am Samstag den 20. Mai erzielen die KonferenzteilnehmerInnen eine Einigung. Zuletzt drohte der Streit zwischen den USA und dem Irak über eine Fortsetzung der Sanktionen und weiteren Inspektionen kein Ergebnis zuzulassen. Die hart gewonnene Einigung mit den Atomwaffenstaaten vom Donnerstag drohte damit zu scheitern. Durch die Intervention von Kanada und des Konferenz-Vorsitzenden Baali wurde jedoch ein Kompromiss gefunden. Die Ärzteorganisation IPPNW, die an der Konferenz mit VertreterInnen aus Deutschland, Schweden, den USA, Großbritannien und Russland teilnahm, begrüßt die Einigung über zukünftige Abrüstungsmaßnahmen als einen willkommenen Fortschritt, warnte aber zugleich vor zu großem Optimismus. "Die Konferenz-Delegierten haben ihr Bestes in einer sehr gefährlichen Situation getan, um den Vertrag zu retten", kommentiert Xanthe Hall, IPPNW-Atomwaffenexpertin und NGO-Teilnehmerin an der Konferenz. "Aufgrund des geplanten US-Raketenabwehrsystems droht die Zeit der Abrüstung zu Ende zu gehen und eine neue Aufrüstung zu beginnen." Nach den Atomtests in Indien und Pakistan fürchteten viele Staaten, dass der Vertrag auseinanderfallen könnte. "Auch die Situation im Nahen Osten tickte bei der Konferenz wie eine Zeitbombe, die im letzten Moment mit Hilfe des Geschicks des Vorsitzenden und Kanadas Intervention entschärft werden konnte", so Hall. Es wird vermutet, dass die USA die Inspektionen im Irak in den Vordergrund geschoben hatten, um Israel vor der Kritik der Konferenz zu schützen. Die Zusicherung der Atomwaffenstaaten, dass sie ihre atomaren Arsenale vollständig abrüsten, ohne es zugleich als "Fernziel" zu beschreiben, gibt einen neuen Schub für die Verhandlungen über die nukleare Abrüstung. Das ist ein Verdienst der Gruppe von sieben Staaten, die als die "New Agenda Coalition" bekannt sind und die von der Friedensinitiative "Middle Powers Initiative" unterstützt wird. Mehr über die Initiative informiert das Buch "Per Express zur atomwaffenfreien Welt", herausgegeben von der IPPNW. Körtestraße 10 Weitere Informationen: Xanthe Hall, 030/693 0244 od. 0171/456 8510 24. 1. 2000 taz Ärzte fordern sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie IPPNW-Kongress: Ausstiegsdebatte beschränkt sich auf wirtschaftliche Fragen und vernachlässigt die gesundheitliche Risikoabschätzung. Sogar ein Störfalltraining fehltKiel (dpa/taz) - Wegen gesundheitlicher Gefahren haben die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) den sofortigen Atomausstieg in Deutschland gefordert. Der Sprecher der IPPNW in der Bundesrepublik, Lars Pohlmeier, kritisierte am Samstag bei einem Kongress in Kiel, die derzeitige Debatte über einen Ausstieg mit einer 30-jährigen Restlaufzeit sei auf rein wirtschaftliche Fragen beschränkt. Zugleich sei "niemand auf einen ernsthaften Störfall vorbereitet". Alfred Körblein vom Umweltinstitut München verwies auf erhöhte Krebsraten bei Kindern unter 15 Jahren im Nahbereich eines Atomkraftwerkes. Eine 16 Jahre umfassende Studie des Mainzer Instituts für Medizinische Statistik und Dokumentation von 1997 stelle bei 15 Kernkraftwerken eine signifikante Erhöhung um 22 Prozent fest. Bei Kindern unter fünf Jahren lägen die Krebsraten um 53, die von Leukämien um 76 Prozent höher als anderswo. "Einen wirksamen Katastrophenschutz für den Fall eines schweren AKW-Unfalls kann es nicht geben", sagte der Mediziner Rainer Stephan aus Itzehoe. "Die Notfallstationen zur Abschätzung der Höhe der Strahlenbelastung sind noch nie in der Funktion real erprobt worden." Evakuierungsübungen gebe es nicht. In einem Gebiet wie Deutschland wären bei einem Störfall drei bis sechs Millionen Menschen betroffen, gab der Strahlenbiologe Edmund Lengfelder zu bedenken. Die Evakuierungsgrenze von zehn Kilometern sei "lächerlich", da in Tschernobyl Orte in 400 Kilometern Entfernung evakuiert werden mussten. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) erklärte, ein Ausstieg sei nur über die "Befristung der Betriebsgenehmigungen" möglich. "Das Schlimmste, was dem Atomausstieg passieren kann, ist im Rahmen einer einstweiligen Anordnung ein solches Gesetz zu stoppen." IPPNW Kongress in Kiel, Samstag 22. 1. 2000 : "Das Recht auf Leben -und auf Atomausstieg Schützt uns, nicht die Atomkraft" Von: IPPNW, ippnw@ippnw.de 07.01.00 |
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